Du investierst in SEO oder denkst gerade darüber nach, aber fragst dich, ob es sich wirklich auszahlt?
Dieser SEO ROI Rechner liefert dir schwarz auf weiß eine Antwort. Mit ein paar Eingaben kannst du genau sehen, wie viel Umsatz dir deine SEO-Bemühungen bringen und ob sie derzeit den gewünschten Erfolg erzielen.
SEO ROI Rechner
Traffic & Conversion
Kosten & Laufzeit
Warum der SEO ROI Rechner aus meiner Sicht nützlich ist
Für viele Unternehmen ist das Erkennen und Nutzen des Potenzials der Suchmaschinenoptimierung oftmals eine Herausforderung. Mein Ziel war es, diesen Mehrwert für dich greifbarer zu machen und dir eine einfache Möglichkeit zur Erfolgsmessung an die Hand zu geben – denn der Kalkulator vereinfacht die Berechnung erheblich:
Du gibst lediglich Kosten, Umsatz und zusätzliche Conversion-Werte ein und erhältst sofort deinen individuellen Return on Invest.
Der SEO-Rentabilitätsrechner ist übrigens für alle Webseiten interessant, auf denen Transaktionen stattfinden – und in der Regel ist es bei den meisten Websites auch der Fall, sofern diese über Google, ChatGPT und Co. gefunden werden (sollten).
Transaktionen können dabei sein:
- Produktverkäufe
- Anfragen
- Buchungen & Reservierungen
- Newsletter-Anmeldungen
- Downloads
Anleitung zur Nutzung des SEO ROI Rechners
Der SEO ROI Rechner besteht aus mehreren Eingabefeldern, die ich dir nun im Detail erkläre:
Traffic & Conversion
Monatlicher organischer Traffic
Hier trägst du die durchschnittliche Anzahl der Besucher ein, die über Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf deine Website gelangen. Nehmen wir beispielsweise 10.000 Besucher pro Monat an.
Lead Conversion Rate
Dieser Wert beschreibt, wie viele deiner Besucher zu Leads werden. Bei einer Conversion-Rate von 2 % würdest du beispielsweise 200 Leads bei 10.000 Besuchern generieren.
Lead-zu-Kunde-Conversion-Rate
Dieser Wert zeigt, wie viele deiner generierten Leads schließlich zu Kunden werden. Dieser Wert sollte immer höher sein als die normale Lead-Conversion-Rate, denn diese Personen sind ja bereits an deinem Angebot interessiert. Bei einem monatlichen Besucherstrom von 10.000 Klicks, einer Conversion-Rate von 2 % und einer Lead-zu-Kunde-Conversion-Rate von 12 % würdest du dementsprechend in einem Jahr 288 Kunden gewinnen.
Kosten & Laufzeit
Customer Lifetime Value
Der Customer Lifetime Value (CLV) gibt an, wie viel ein Kunde im Durchschnitt über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung dir wert ist. Für ein Unternehmen wie Apple kann der Kundenwert mehrere Tausend Euro betragen, da Apple-Kunden ihre iPhones nach einigen Jahren wieder austauschen.
Tipp: Wenn du nicht sofort weißt, wie hoch dein aktueller CLV ist, trage einfach den aktuellen Verkaufspreis oder den durchschnittlichen Warenkorb (Lead-Wert) ein.
Monatliche SEO-Kosten
Die Kosten, die du monatlich in die Suchmaschinenoptimierung investierst, z. B. für SEO-Tools, Agenturen, Freelancer oder dein In-House-Team. Wenn du dies nicht weißt, dann trage einfach eine „0“ ein, damit der ROI (Return on Invest) angezeigt werden kann.
Tipp: Wenn du SEO auf eigene Faust machst, rechne deinen Stundensatz hoch, damit du einen Anhaltspunkt hast, wie viele Ressourcen in dein Projekt fließen.
Laufzeit
Die Anzahl der Monate, für die du die Berechnung durchführen möchtest. In meiner Vorlage verwende ich 12 Monate als Laufzeit. Welche Laufzeit du auch wählst: Der ROI bleibt immer gleich.
Was ist der SEO ROI und wie berechnet man ihn?
Der SEO ROI ist eine Kennzahl, die dir zeigt, wie viel Gewinn du aus deinen SEO-Investitionen erzielst. Die stark vereinfachte Formel dafür lautet:
ROI = (Ertrag - Kosten) ÷ Kosten × 100
Das bedeutet: Du ziehst deine SEO-Kosten vom erzielten Umsatz ab, teilst das Ergebnis durch die Kosten und multiplizierst es mit 100, um einen Prozentsatz zu erhalten. Ein positiver ROI zeigt, dass sich deine Investitionen gelohnt haben. Bevor du weiterliest, solltest du allerdings wissen, dass eine exakte Berechnung des Umsatzes, der auf SEO zurückzuführen ist, heutzutage eigentlich fast unmöglich ist. Warum das so ist, erkläre ich jetzt.
Warum der SEO ROI Rechner nur die halbe Wahrheit zeigt
Der SEO Kalkulator klingt zwar nach der perfekten Lösung, um den Erfolg der SEO-Maßnahmen zu messen – doch er zeigt lediglich nur die eine Seite der Medaille.
Und dafür gibt es einige gute und nachvollziehbare Gründe:
Die Conversion-Zuordnung ist sehr tricky
Nicht jede Conversion lässt sich etwa einem einzelnen Keyword zuweisen – bei Google Ads allerdings schon, je nach dem gewählten Attributionsmodell. Besonders die Verteilung zwischen Brand- und Non-Brand-Traffic bleibt dabei oft unklar. Das ist ein blinder Fleck bei der Conversion-Zuordnung.
Das Thema sauberes Tracking ist ohnehin kein leichtes Unterfangen.
Ein typisches Szenario aus der Praxis
Ein Nutzer sucht nach „beste kaffeebohnen online“ und landet über ein generisches Keyword auf einem Blogartikel einer Website, der verschiedene Kaffeesorten vergleicht. Der Artikel überzeugt und der Nutzer klickt sich weiter zu der Shop-Seite, kauft aber nichts.
Zwei Tage später gibt er direkt deine Marke in Google ein (Brand-Traffic) und bestellt schließlich eine Packung Bohnen, da entweder die Marke als Domain im Kopf geblieben ist. Die Person könnte aber auch über eine Werbeanzeige in einem sozialen Netzwerk darauf gekommen sein, weil das Cookie-Tracking den Besuch von vor zwei Tagen erfasst hat.
Das Problem?
Der Blogartikel hat den Nutzer zwar von vor zwei Tagen überzeugt, aber der tatsächliche Kauf wird dem Brand-Traffic zugeordnet. Das generische Keyword, das den Nutzer ursprünglich auf die Seite brachte, wird in der Analyse also völlig übersehen.
Solche indirekten Conversions verdeutlichen, wie schwierig es ist, den wahren Wert von SEO oder grundsätzlich von Social-Media-Kanälen zu messen, wenn einzelne Schritte der Customer Journey nicht berücksichtigt werden.
Und wenn du dich fragst, warum der Nutzer nicht direkt die Packung Kaffeebohnen gekauft hat, obwohl ihn der Ratgeber überzeugt hat?
Wie oft hast du es selbst erlebt, als du dir etwas online angeschaut hast und plötzlich mit irgendwas abgelenkt wurdest?
Da der moderne Mensch laut einem Microsoft Report nur eine Konzentrationsdauer von wenigen Sekunden hat – ähnlich wie ein Goldfisch – ist es dementsprechend nicht verwunderlich, dass sich das moderne Marketing in all seinen Facetten anpassen muss.
Suchmaschinenoptimierung wirkt übergreifend
Die Vorteile von SEO beschränken sich nicht nur auf Suchmaschinen. Bessere Rankings steigern auch die Markenbekanntheit und unterstützen andere Marketingkanäle – Effekte, die man bei der Berechnung des ROI einfach nicht berücksichtigen kann.
SEO bleibt für immer eine langfristige Geschichte
Auch wenn die Qualität deiner Daten hoch ist, erhältst du lediglich einen Überblick über den aktuellen Zustand und nicht über die potenziellen Langzeiteffekte. SEO-Effekte treten immer verzögert auf, da sie von der Funktionsweise der Suchmaschinen abhängen – sowohl die positiven als auch die negativen.
Selbst wenn deine Datenqualität gut ist, siehst du nur die aktuelle Momentaufnahme und nicht den möglichen Langzeiteffekt. SEO-Effekte treten grundsätzlich immer verzögert auf, da sie von der Funktionsweise der Suchmaschinen abhängen. Das gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen, wobei die negativen sich eher schneller über die Trackingtools erkennen lassen.
Meine Empfehlung: Betrachte Suchmaschinenoptimierung immer als langfristige Strategie und nicht als Spielerei mit einem „fancy Schalter“ in irgendeinem Plugin.